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Rajiv und ich haben die Chenmaswil Aufnahmen Digitalisieren lassen, um diese Historischen Aufnahmen zu sichern. Damals ließ Rajiv diese...
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Selektion - von KJF
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Selektion - von KJF
26.01.2003 von KJF
| | Die wichtigsten Kriterien bei der Selektion sind: Charakter - Farbe - Form Das Problem liegt normalerweise in der großen Anzahl der Jungtiere. Welche Tiere zur weiteren Zucht verwenden, welche nicht. Ich versuch mal ein paar Anregungen zu geben. Charakter Wie sagt man so schön: Der Natur ihren Lauf lassen. Es werden schnell einige Jungfische dominieren. Diese werden als erstes entfernt und einzeln gehalten. Das bewirkt, dass nun „Nachrücker" von dominierten zu dominanten werden. Man kann die Sache beschleunigen, indem man die Gruppe auf verschiedene Becken aufteilt. Jetzt wird sich in jedem Becken eine Rangordnung bilden. Die dominanten Tiere werden sich in jedem Fall besser entwickeln. Wieviel von den dominanten Tiere in die engere Auswahl kommen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Dies hat was mit Arbeit und Zeitaufwand zu tun. Dominante Tiere sind widerstandsfähig und lebhaft, was sie zum Gründer einer Zuchtlinie prädestiniert. Ein lebhafter Betta-Mann wird bei jeder Gelegenheit sein Imponiergehabe zeigen. Wichtig ist auch, dass ein kräftiger Betta seine Flossenpracht besser tragen kann und fast jederzeit zur Balz bereit ist. Ein Nachteil ist, dass in den meisten Fällen diese Männchen bei der Paarung etwas ruppiger sind. Grundsätzlich gilt noch folgendes: Bettas mit kräftigen Farben sind generell temperamentvoller als Bettas mit hellen Farben (z. B. Cambodian und gelb). Farbe Im Jungfischstadium kann man nur hell und dunkel gefärbte Tiere erkennen. Nach ca. zwei Monaten kann man dann schon die endgültige Färbung erkennen. Aber Achtung - keine voreiligen Schlüsse ziehen. Sicherlich wird sich an der Grundfärbung nichts verändern, aber Schönheitsfehler wachsen mit dem Fisch. So kann man schon mal was übersehen, was später noch viel Zeit (u.U. mehrere Generationen) braucht, um diesen „Schönheitsfehler" weg zu züchten. Manche Farben entwickeln sich auch nicht gleichzeitig, sondern erscheinen nach- einander, oder sie verändern sich mit der Zeit. In dieser Hinsicht wäre es ideal, wenn man alle Tiere die unserem Zuchtziel entsprechen, pflegen könnte bis sie ausgewachsen sind. Der heutige Standard ist der IBC-Standard, der sollte eigentlich das Zuchtziel sein. Die Bettas sind eingeteilt in: a.) Bettas mit dunklem Körper Diese Fische haben eine dunkle Pigmentschicht auf dem Kopf und auf dem Körper. b.) Bettas mit hellem Körper Diese Fische sind eigentlich eine Mutation der Fische mit dunklem Körper. Dies Mutation soll erstmals in Kambodscha aufgetaucht sein (Cambodian). Grundsätzlich sieht eine Farbe auf einem hellen Fisch ganz anders aus als auf einem dunklen Fisch. Alle Bettas sind weiter unterteilt in: a.) Fische mit und Fische ohne irisierende Farbe Es gibt drei irisierende (schimmernde oder glänzende) Farben: Blau - Grün - Stahlblau Alle Bettas haben ein wenig von diesen drei Glanzfarben. Das Ziel muss sein, diese Glanzfarben nicht auf den ersten Blick zu erkennen. b.) Fische mit und Fische ohne Deckfarbe Ein Fisch mit Deckfarbe sieht aus, als sei er leicht mit Puder bedeckt. Diese kreideartige Schicht bedeckt die irisierenden Farben des Fisches. Sie sind daher leicht von den Bettas ohne Deckfarbe zu unterscheiden. Fische mit Deckfarben sind allerdings sehr selten anzutreffen, zumindest in Europa. | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Alle Fische sind ihren Farben entsprechend unterteilt in: 1.) Einfarbig Wie der Name schon sagt, haben diese Fische auf Flossen und Körper nur eine Farbe. Die einfachen im Standard anerkannten Farben sind: Rot - Schwarz - Blau - Stahlblau - Türkis - Grün - Gelb und Hell 2.) Zweifarbig Wie schon gesagt, zweifarbig bedeutet zwei Farben, eine auf den Flossen und eine auf dem Körper. Hier wird noch unterteilt in Bettas mit hellem und dunklem Körper. 3.) Mehrfarbig Mehrfarbige Fische haben eine Zeichnung oder ein Muster und mindestens zwei Farben oder mehr. Hier wiederum gibt es drei Varianten: a.) Schmetterlinge (Butterfly) Es gibt diese Bettas mit zwei und drei Streifen in den Flossen. Beim herkömmlichen Schmetterling sind die Flossen in zwei Hälften von unterschiedlicher Farbe unterteilt. Die Idealvorstellung ist, wenn beide Hälften gleich groß sind und den Körper in Form eines Kranzes umschließen. Die Benennung eines Butterfly-Bettas geht immer vom Körper aus. Ein Schmetterling rot/rot/weiß, ist also ein Fisch mit rotem Körper, der erste Streifen auf den Flossen ist ebenfalls rot, während der zweite Streifen weiß ist. b.) Marmoriert So nennt man Fische mit verschiedenfarbigen Flecken auf Körper und Flossen. Dieses Marmormuster muss mindestens 50% des Fisches bedecken. c.) Mehrfarbig (Bicolor/Multicolor] Diese Fische haben zwei oder mehr Farben und man bezeichnet sie als mehrfarbig, wenn sie nicht in die Kategorien a) oder b) einzuordnen sind. Dies ist also der berühmte „Sammeltopf" in den alles passt was sonst nicht passt. Form Normalerweise spricht uns bei den Jungbettas als erstes die Farbe an. Aber schon sehr bald suchen wir dann nach dem Betta mit der besten Form. Doch auch hier sollte man nichts überstürzen. Solange das Wachstum nicht beendet ist, kann sich noch vieles ändern. Schon aus diesem Grund müsste man ebenfalls als gesunden Fische großziehen. Spätestens jetzt stellt sich aber die Frage: „wenn ich sie alle großziehen soll, wo bleibt dann die Auslese im Jugenstadium"? Siehe oben, Platz und Zeit. Was ist also zu tun? Jetzt können wir uns der eigentlichen Auslese zuwenden. Ich behalte erst mal grundsätzlich alle Fische die mir ohne Analyse auf Anhieb gefallen. Dies ist eine reine Bauchentscheidung. Meistens bleiben diese Fische auch meine Lieblingsfische. Die Auswahl nach den Charaktereigenschaften ist nicht schwer. Wir bevorzugen lebhafte und aggresive Fische. Bei der Auswahl nach der Farbe richten sich viele Züchter nach den Regeln der Genetik, denn diese waren schon immer bei der Zusammenstellung eines Zuchtpaares maßgebend. Ich richte mich aber nicht immer nur streng nach diesen Regeln, dies ist aber Erfahrungssache. | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Die Rückenflosse An ihrer Basis sollte sie so breit wie möglich sein. Ich bevorzuge eine Rückenflosse, die eine oder zwei Verzweigungen mehr hat als im Normalfall. Diese erreicht man, in dem man Doppelschwanz-Bettas einkreuzt, denn diese haben eine besonders breite Rückenflosse. Am besten sind die breiten und niedrigen Rückenflossen deren oberer Rand parallel zum Rücken verläuft (im Gegensatz als zu Pfeil- oder Flammenform aufsteigende Rückenflossen). Dazu vergleiche ich alle Jungfische eines Geleges und suche mir die mit den schönsten Rückenflossen heraus. Also, eine sehr gute Rückenflosse sollte in etwa in ein Quadrat passen und dazu neigen nach vorne zu verlaufen. Warum? Weil sie somit ein Gegengewicht zur Schwanzflosse bildet, welche dann sehr hochgestellt getragen werden kann. | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Rajiv Masillamoni | | | | Dieser wunderschöne Halfmoon hat m. M. nach eine fast perfekte Rückenflosse. Man sieht, dass die Höhe der Rückenflosse fast gleich der der Afterflosse ist. Der hintere Rand überragt nicht das Ende des Körpers und zieht somit den Fisch nicht nach unten (im Gegensatz zu einer feinen, langen Rückenflosse, die eine Gewichtsverlagerung in Richtung Hinterteil des Fisches bewirkt. So, jetzt sind wir wieder beim Thema, solche Flossen finden wir aber bei unseren jungen Fischen nicht! Wir werden also die Bettas auswählen, die eine Rückenflosse mit breiter Basis haben und deren oberer Rand vermuten lässt, dass er parallel zum Rücken verlaufen wird. Aussortiert werden alle, die eine lange, spitze nach oben gerichtete Speer- oder | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | Flammenform haben. | | | | | | | | | | | | | Die Afterflosse Für die Afterflosse gelten die gleichen Kriterien wie für die Rückenflosse. Der untere Rand sollte parallel zum Körper verlaufen, die perfekte Form sollte einem umgekehrten Amboss | | | | | | | | | |  | gleichen. | | | | | | | | | | | | | | Solche Afterflossen sollte man unbedingt vermeiden : | | | | |  | | | | | | | | | | |  | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Guy Delaval | | | | | Beachtet den Rand der Afterflosse bei diesem Jungtier. Alle Ränder sind fast parallel zueinander. Die Schwanzflosse Je mehr sich die zwei Ränder der Schanzflosse einem Winkel von 180° nähern, um so mehr nähert sie sich dem Ideal. Schön ist auch, wenn die Schwanzflosse von den jungen Bettas hoch getragen wird, d.h. wenn das Körperende sich dazu neigt sich aufzurichten. Ich denke, dass diese Wölbung nach oben dem Fisch helfen wird, den oberen Rand der Schwanzflosse senkrecht aufzurichten, da der Schwerpunkt mehr nach vorne verlagert ist. Je mehr sich die Verzweigungen der Schwanzflosse teilen, desto besser ist es, denn der Fächer wird dann um so offener sein. Siehe oben beim Fisch von Rajiv Masillamoni. Ich bin auch der Meinung, dass die Ränder der Schwanzflosse, schon beim jungen Fisch, | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | eine gerade Linie bilden sollten. |  | | | | | | | | | | | | | | | | | | Geschweifte Ränder erbringen mit hoher Wahrscheinlichkeit Delta- oder teilweise auch | | | runde und lange Flossen. |  | | | | | | | | | | | | Die Schwanzflosse sollte auch kurz und hoch sein. Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Beitrag helfen kann, die Zucht von Betta splendens erfolgreich zu betreiben. Zum Schluss noch folgendes: aussortieren heisst bei mir nicht töten. Manche Züchter mögen dies tun, ich kann es, auch aus moralischen Gründen nicht. Aussortieren heisst bei mir, nicht weiter züchten mit diesen Tieren. Es finden sich immer genug Abnehmer für diese Tiere (Zoohandel, Fischbörsen, Versteigerungen im Aquariumverein zum Wohle der Vereinskasse, usw.). Normalerweise sind diese Tiere immer noch besser als die, die im Zoofachhandel angeboten werden. PS: man verzeihe mir meine „Zeichenkünste". Wenn ich es besser könnte, bräuchte ich wahrscheinlich hier nicht unsinniges Zeug posten. Evtl. aufgetretene Schreibfehler sind auf eine knappe Flasche Chateau Los Boldos 1999 (Cabernet Sauvignon) zurückzuführen Zum Schluss noch mal den Vater aller heutigen Halfmoons, gezüchtet 1993 in Frankreich von Rajiv Masillamoni und Laurent Chenot | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |  | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Autor : KJF | | | |
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